Im Bewusstsein der Menschen ist der Friedhof vor allem die letzte, würdevolle Ruhestätte der Toten. Doch er kann, genau besehen, noch viel mehr sein.

Ein Ort für die Lebenden nämlich, wo sie Abschied nehmen, trauern, sich erinnern und Ruhe finden können. Aber auch eine Begegnungsstätte für Alt und Jung. Alteingesessene und Neubürger. Darüber hinaus kann der Friedhof Zeitzeuge sein – für das kulturhistorische Erbe, die Geschichte und gesellschaftliche Entwicklung einer Gemeinde, sei es aufgrund von Gräbern wichtiger Persönlichkeiten, historischer Grabmäler oder anderer Bauten. „Heimat ist da, wo wir die Namen der Toten kennen“, hat der Theologe Fulbert Steffensky einmal gesagt. Und schließlich habe so mancher Friedhof einen hohen ökologischen Wert, indem er einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt einen geschützten Lebensraum bietet.

Doch was macht einen guten, schönen Friedhof aus? Einbindung in die Umgebung, Erreichbarkeit, Parkplätze, Einfriedungen (Bäume, Hecken, Mauern), funktionelle Einrichtungen (Sitzplätze, Entsorgung) sowie Konzepte (neue Bestattungsformen, Gestaltungsvorschriften, Umgang mit historischen Grabmälern)

Jeder Friedhof vermittelt, bewusst betreten, schon am Eingang einen ganz bestimmten, untrüglichen Eindruck. Freilich ist die Beurteilung eines solchen Ortes immer auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Schauen Sie sich doch auch einmal ihren Gemeindefriedhof auf der Pfarrstraße an. Lage und Erschließung. Besonders jetzt im Winter gibt es Vögel an den Futterkästen zu sehen, die von unseren Friedhofsgärtnern befüllt werden.