Andacht von Pfarrer Rolf Brandt zu Entwidmung der Gottesdienststätte Samoastrasse am 23.04.2017
 
Samoastr
 
Guten Tag, liebe Gemeinde!
 
Es ist fast 10 Jahre her, da haben wir hier im Gemeindezentrum Gerschede das 50-jährige Bestehen gefeiert.
Dieses Jahr wäre das 60. Jubiläum zu begehen.
Fast 60 Jahre lang haben sich hier Menschen zum Gottesdienst versammelt.
Fast 60 Jahre lang haben sich Menschen in Gruppen und Kreisen getroffen,
um Gottes Wort zu hören und die gute Nachricht von hier aus in die Welt zu tragen.
Heute feiern wir den letzten Gottesdienst im Gemeindezentrum Gerschede.
Der Umzug unserer Gruppen und Kreise in das benachbarte Pfarrheim St. Paulus läuft schon seit einigen Wochen.
Vor Jahren schon wurden erste Gespräche diesbezüglich geführt.
Wir sind wirklich froh und Gott dankbar, dass sich das so wunderbar entwickelt hat.
Wir sind froh und dankbar für die Zukunft unseres Bezirkes und die vielen guten Entwicklungen zwischen und mit Dellwig und Gerschede.
Wir werden nicht heimatlos oder gar obdachlos sein.
Alle Gruppen werden sich auch weiterhin treffen.
Wenn wir wollen, können wir uns alle wiedersehen.
 
Wir feiern Gottesdienste in Paulus.
In der Krypta und in der Kirche.
Wir feiern Gottesdienste in der Friedenskirche.
Wer nicht mobil ist, der wird gerne mitgenommen werden.
Da haben sich gute Lösungen nach viel Arbeit und manchem Ringen gefunden.
 
Aber traurig sind wir schon!
Weil wir ein Stück unserer Heimat verlieren werden.
Das lässt sich nicht leugnen!
 
In diesem Gottesdienst wollen wir Gott um sein Geleit bitten.
Wir wollen uns an vergangene Zeiten erinnern.
Wir wollen uns als Gemeinde und als Gemeinschaft stärken.
Wir sind unterwegs.
Als Kirche. Als Gemeinde. Als Teil des Gottesvolkes.
 
Nach dem Gottesdienst werden wir in einer Prozession nach St. Paulus ziehen.
Alle sind eingeladen mit zu gehen.
Dabei werden wir das Lied auf dem Einlegeblatt singen.
Dann werden die Sakralen Gegenstände nach Paulus gebracht.
Dort werden Sie in der Kirche aufgestellt.
Eine kleine liturgische Feier schließt sich an.
Anschließend sind alle zum ökumenischen Kaffeetrinken im Paulusforum eingeladen.
 
Bei diesem Unterwegssein als Gottesvolk wird uns ein zentraler Gedanke aus dem Alten Testament helfen.
Das wandernde Gottesvolk.
Auch im Neuen Testament ist Glaube nicht denkbar ohne das Unterwegssein.
Im Leben, im Glauben, im Denken sind wir unterwegs.
Wir stellen uns heute bewusst in diese lange und alte biblische Tradition.
Denn sie zeigt uns, dass die Botschaft Gottes alle Zeiten überdauert.
Weil in ihr eine Kraft in die Welt kam, die stärker ist als jede andere Kraft auf Erden.
 
Gott wird uns helfen, Abschied zu nehmen.
Er wird an unserer Seite sein, wenn wir weitergehen.
Er schenkt uns seinen Geist der Zuversicht und der Hoffnung.
 
In seinem Namen sind wir hier.
 
Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen Gottes,
des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Amen.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn!
Der Himmel und Erde gemacht hat.
Der Herr sei mit Euch.
Gemeinde: Und mit Deinem Geist.