Andacht von Pfarrer Rolf Brandt zu Entwidmung der Gottesdienststätte Samoastrasse am 23.04.2017
 
Samoastr
 
Guten Tag, liebe Gemeinde!
 
Es ist fast 10 Jahre her, da haben wir hier im Gemeindezentrum Gerschede das 50-jährige Bestehen gefeiert.
Dieses Jahr wäre das 60. Jubiläum zu begehen.
Fast 60 Jahre lang haben sich hier Menschen zum Gottesdienst versammelt.
Fast 60 Jahre lang haben sich Menschen in Gruppen und Kreisen getroffen,
um Gottes Wort zu hören und die gute Nachricht von hier aus in die Welt zu tragen.
Heute feiern wir den letzten Gottesdienst im Gemeindezentrum Gerschede.
Der Umzug unserer Gruppen und Kreise in das benachbarte Pfarrheim St. Paulus läuft schon seit einigen Wochen.
Vor Jahren schon wurden erste Gespräche diesbezüglich geführt.
Wir sind wirklich froh und Gott dankbar, dass sich das so wunderbar entwickelt hat.
Wir sind froh und dankbar für die Zukunft unseres Bezirkes und die vielen guten Entwicklungen zwischen und mit Dellwig und Gerschede.
Wir werden nicht heimatlos oder gar obdachlos sein.
Alle Gruppen werden sich auch weiterhin treffen.
Wenn wir wollen, können wir uns alle wiedersehen.

Ein Andacht von Anke Augustin, Pfarrerin  (Impuls: gottesdienst Institut der Evang.-Luth. Kirche in Bayern)
 
„Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus“ (1 Kor 3,11)

Jesus Christus ist Mittelpunkt unseres Glaubens. Daran haben Martin Luther und die anderen Reformatoren wieder neu erinnert.

Dazu habe ich das Bild von Lucas Cranach d.J. ausgeteilt. Denn Lucas Cranach hat gemalt, was die Reformatoren gepredigt haben!

Wir sehen hier das HERZFÖRMIGE Altarbild der Schlosskirche zu Codlitz in Sachsen.

Diese Predigt hier Ltd Reg Dir Julius Wandelt am 9. März 2017 im Rahmen der Gottesdienstreihe zum Reformationsjubiläum in der Friedenskirche:

Liebe Mitchristinnen, liebe Mitchristen, 

wenn das kein Spannungsbogen ist: 

In meiner Heimatstadt Kleve am Niederrhein gab es zu meiner „Volksschulzeit“, damals nannte man das ja noch so, zwei Schulen, sie lagen sogar vis a vis an derselben Straße: die Petrus Canisius Schule und die Martin Luther Schule. Zwei konfessionsgebundene Schulen. Man hatte keine Kontakte miteinander, man spielte auch nicht zusammen. Das war aber nicht so schlimm, man kannte diese Trennung ja auch schon aus dem Kindergarten. Unser Umfeld hatte also schon eine Trennung organisiert, ohne dass man das groß begründen musste. Die evangelischen Kinder taten uns katholischen Kindern nur manch-mal ein bisschen leid. Sie hatten nur eine "kleine evangelische Kirche", die sich auch so nannte, sie hatten einen eigenen Friedhof, auch kleiner und wir waren stolz auf unsere Namenspatronen, die uns zusätzlich zum Geburtstag noch einen Namenstag bescherten, an dem man auch Geschenke bekam. Und - durch Zutun unserer Namenspatronen hatten unsere Anträge auf Dampfmaschine und Puppenstube zu Weihnachten beim Christkind einfach bessere Chancen. 

Als ich zwei Jahrzehnte später meinem Großvater, früher Küster und Organist in einer katholischen Kirche am Niederrhein, sagte, ich würde jetzt die Dame an meiner Seite – evangelisch - heiraten, gab er mir zu verstehen, dass er zur Hochzeit nur kommen könne, wenn diese mit Zelebranten beider Konfessionen in einer katholischen Kirche stattfinden würde, sonst wäre sie sowieso nicht gültig. So wurde es dann gemacht, aber gehalten hat die Ehe trotzdem nicht. 

Diese Predigt hielt Dr Ulrich Seng, Pastor der katholischen Pfarrgemeinde St Michael Dellwig am 29.4.2017 im Rahmen eines ökumenische Gottesdienstes

DER PARADIESGARTEN   - Predigt zum Text im 1. Buch Mose  Kapitel  2,4b-15

„Schau an der schönen Gärten Zier“

Wir leben in einer Zeit, in der die meisten Menschen schon schöne Reisen unternommen haben. Viele erinnern sich mit großer Freude an die Erlebnisse während der unterschiedlichsten Urlaubsreisen. Und viele haben, wenn sie davon erzählen, sogleich die Landschaftsformen des Mittelmeerraums vor Augen. Wer einmal Granada in Südspanien oder Mallorca besucht hat, der kennt den Eindruck, den das Land im Sommer hinterlässt: Alles wird gelb-braun und macht einen vertrockneten Eindruck. Man hört geradezu das trockene Rascheln der dürren Blätter. Und dann tritt man durch das Tor in einer aus groben Steinen zusammengefügten Mauer – und auf einmal steht man in einem grünen Paradies!

Thomas Kutschaty, MdL  Justizminister des Landes NRW hielt die Predigt am Sonntag 2.April 2017 in der Friedenskirche im Rahmen der Gottesdienstreihe zum Reformationsjubiläum 2017

Liebe Gemeinde ! 

Als katholischer Christ ist es für mich etwas ganz besonderes, im Rahmen der Feierlichkeiten zum 500. Reformationsjubiläum zu Ihnen predigen zu dürfen.  Doch ist uns anlässlich des Reformationsjubiläums tatsächlich zum Feiern zu Mute? Schließlich ist aus den Vorgängen vor 500 Jahren eine Kirchenspaltung hervorgegangen, begleitet von Religions-kriegen mit unzähligen Toten und unsagbarem Leid um des Glaubens Willen. 

Umso wichtiger, dass zumindest dies in der heutigen Zeit überwunden ist. Und das wir heute die Offenbarung der Heiligen Schrift in konfessionsverbindender Weise größer als uns selbst gemeinsam mehr hoch schätzen, als das was uns konfessionell trennt. Denn uns katholische und evangelische Christen verbindet heute weit mehr, als uns trennt. Und dies lohnt es sich schon gemeinsam zu feiern, wenn wir der Kirchenspaltung vor 500 Jahren gedenken. 

Vor diesem Hintergrund erinnere ich an das zweite Jubiläum, das wir 2017 begehen: Vor 200 Jahren, genauer am 27. September 1817, erließ der preußische König Friedrich Wilhelm der III. einen Aufruf zur Vereinigung der damals überaus zerstrittenen reformierten und lutherischen Gemeinden zu einer unierten Kirche, der später sogenannten Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union, aus der heute die Union Evangelischer Kirchen hervorgegangen ist. 

Unterkategorien