Näheres zur Geländeentwicklung Gerschede nach Beschluss des Presbyteriums vom 06.11.2017 finden Sie hier:

Geländeentwicklung Gerschede

1. – Aufhebung Beschluss Kleines Gemeindezentrum Gerschede –

Der Beschluss des Presbyteriums zu TOP 3.3 Entwidmung der Gottesdienststätte Samoastraße (Sitzung vom 30.01.2017) wird in den Punkten 5. bis 8. aufgehoben.

2. – Grundsatzbeschluss –

2.1 Das Presbyterium beabsichtigt, gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde St. Josef in Gerschede auf dem im Eigentum der katholischen Kirchengemeinde befindlichen Gelände Askaristraße

ein „Ökumenisches Zentrum Gerschede“ zu schaffen.

2.2 Das „Ökumenische Zentrum Gerschede“ tritt an die Stelle des bislang geplanten Kleinen Gemeindezentrums Gerschede, das auf dem verbliebenen Gemeindeareal in der Samoastraße errichtet werden sollte, und bildet im Zuge der funktionalen Gliederung der Kirchengemeinde den Schwerpunktstandort für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Im „Ökumenischen Zentrum Gerschede“ soll keine regelmäßige Predigtstätte eingerichtet werden. Die durch Synergien zusätzlich entstehenden Nutzungsmöglichkeiten können auch für andere Schwerpunkte des Gemeindeaufbaus genutzt werden. Daneben soll die ökumenische Zusammenarbeit auch inhaltlich weiterentwickelt werden. Der operative Betrieb des „Ökumenischen Zentrums Gerschede“ soll von beiden Partnern in paritätischer Weise sichergestellt werden.

3. – Liegenschaft und Gebäude –

3.1 Das „Ökumenische Zentrum Gerschede“ soll im auf dem Gelände des bisherigen Jugendheims St. Paulus und der KiTa St. Paulus bestehenden Gebäudekomplex sowie einem angeschlossenen, neuen Baukörper („Großer Saal“) auf dem Areal Askaristraße errichtet werden. Durch eine entsprechende Ertüchtigung des Gebäudes und den neuen Baukörper soll das Ensemble in den Stand versetzt werden, dauerhaft als ökumenisches Gemeindezentrum genutzt werden zu können.

3.2 Die katholische Kirchengemeinde beabsichtigt, Gebäude und Liegenschaft in eine noch zu schaffende, Struktur einzubringen. Die evangelische Kirchengemeinde Dellwig-Frintrop-Gerschede stellt eine dem Wert entsprechende Summe zur Durchführung der baulichen Maßnahmen zur Verfügung. Darüber hinaus notwendige Mittel werden von beiden Kirchengemeinden jeweils zur Hälfte getragen, unter der Maßgabe, dass der Anteil der evangelischen Kirchengemeinde die für den Neubau des Kleinen Gemeindezentrums Gerschede in der Samoastraße veranschlagten Mittel nicht wesentlich übersteigt. Die Rahmenbedingungen müssen dabei so gestaltet sein, dass unter entsprechender Absicherung der Investitionen ein gemeinsamer Betrieb des „Ökumenischen Zentrums Gerschede“ langfristig sichergestellt ist.

4. – Zeitnahe Umsetzung –

Das Presbyterium ist an einer zeitnahen Etablierung des „Ökumenischen Zentrums Gerschede“ interessiert, auch weil nach der Aufgabe und dem Abriss des Gemeindezentrums Gerschede die Bedingungen für den Gemeindeaufbau – trotz der ausgesprochen freundlichen Aufnahme durch die katholische Kirchengemeinde – in den Räumen von St. Paulus im Vergleich zur Situation im Ökumenischen Zentrum Gerschede begrenzt sind. Das Presbyterium bittet die Steuerungsgruppe Gerschede daher, unter Wahrung der notwendigen Sorgfalt die Verhandlungen mit der katholischen Kirchengemeinde St. Josef zügig und zielgerichtet fortzuführen.

5. – Information und Öffentlichkeitsarbeit –

5.1 Das Presbyterium informiert die kirchlichen Aufsichtsebenen umfassend über diese Planungen und bittet um substantielle Unterstützung bei der Umsetzung. 5.2 Das Presbyterium informiert die Gemeindeglieder in der Gemeindeversammlung am 12.11.2017 über die veränderte Beschlusslage.

6. – Zeitschiene –

Das Presbyterium geht davon aus, dass auf der Grundlage dieses Beschlusses die katholische Kirchengemeinde St. Josef bis Ende 2017 die notwendigen Entscheidungen trifft, um ein Auslaufen der KiTa St. Paulus zum nächstmöglichen Zeitpunkt, möglichst mit dem Kindergartenjahr 2018/2019, einzuleiten. Das Presbyterium geht ferner davon aus, dass die Steuerungsgruppe Gerschede in Abstimmung mit den Vertreterinnen und Vertretern der katholischen Kirchengemeinde St. Josef bis Ostern 2018 einen Vertragsentwurf für den Bau und Betrieb des „Ökumenischen Zentrums Gerschede“ sowie für die wesentlichen Rahmenbedingungen seiner Etablierung (Investmittel, Zeitplan) und seines Betriebs (Mittelbedarf, Leitungsstruktur) vorlegen kann. Sollte bis zu den Sommerferien 2018 kein entsprechender Entwurf vorgelegt werden, zieht das Presbyterium die Angelegenheit an sich und berät mit der Leitung der katholischen Kirchengemeinde St. Josef und den zuständigen Aufsichtsebenen der evangelischen Kirche, auf welche Weise die bestehenden Hindernisse überwunden werden können.