Abschluss und Höhepunkt des Reformationsjubiläumsjahres war in Frintrop der Festgottesdienst zum Reformationsfest im überfüllten Gemeindezentrum Kattendahl. Viele ökumenische Akzente waren im zurückliegenden Gedenk- und Jubiläumsjahr in unserer Gemeinde gesetzt worden. Um den Festgottesdienst ökumenisch auszurichten, sang ein katholischer Chor – der El Shalom-Chor Chor der katholischen Gemeinde St. Franziskus unter der Leitung von Christoph Lahme. Für die Orgel konnte Sebastian Küchler-Blessing, den Domorganisten am Hohen Dom zu Essen, gewonnen werden. Und die Gemeindeglieder der katholischen Gemeinde St. Josef waren mit ihrem Pfarrer eingeladen.

 

In seiner Predigt tat Pfarrer Fritz Pahlke zunächst einen Blick in die Vergangenheit und nahm die Gemeinde mit nach Wittenberg am 31. Oktober 1517. Dann erinnerte er an die vielen ökumenischen Zeichen aus dem zurückliegenden Jubiläumsjahr: an die Predigt des Essener Weihbischofs Wilhelm Zimmermann in der Gnadenkirche; an den gemeinsamen Abendmahlsgottesdienst mit dem Bischof der Altkatholiken, Matthias Ring; an den Pilgerweg der Gemeinden aus Frintrop, Gerschede, Bedingrade und Schönebeck nach Werden zum Grab des heiligen Liudger.

Und er betonte, dass der Weg der Kirche in der Zukunft nur ein ökumenischer Weg sein kann. Er erinnerte an die Union der lutherischen und reformierten Gemeinden in Preußen zu einer evangelischen Kirche vor 200 Jahren und sah in ihr ein Modell für die heutige Ökumene, in der nicht alle Unterschiede beseitigt sein müssen. Er betonte, dass es viele Zeichen und Spuren ökumenischen Zusammenwachsens gibt, und die Gemeinden sich nicht entmutigen lassen sollen, weiter am ökumenischen Zusammenwachsen zu arbeiten.

Im Anschluss an den Gottesdienst blieb die Gemeinde bei einem Sektempfang beisammen und tauschte sich über die Erfahrungen des zurückliegenden Jahres und über weitere Schritte für die Zukunft aus.

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